1- Nártex: Er diente als Eingangshalle und besticht durch sein kunstvolles gotisches Portal.
Er wird von zwei Türmen eingerahmt, deren 2 untere Teile Spitzbögen aufweisen, die auf der Nordseite geschlossen und auf der Südseite mit Doppelfenstern geöffnet sind, die ihnen eine gewisse Leichtigkeit verleihen. Um 1450 wird der Nordturm mit einem dritten Korpus versehen, dessen Besonderheit darin besteht, dass er konvexe Bögen, durchbrochene Vorderseiten und den charakteristischen Perlenschmuck der spanischen Spätgotik besitzt.
Das gotische Gewölbe gibt dem Ganzen zusammen mit den Rundbögen und dem Kreuzgewölbe eine ganz besondere Leichtigkeit, die den perfekten Rahmen für das Westportal darstellt.
2- Capilla de los Orejones: auch Mondkapelle genannt. Durch ein Gitterfenster geschlossen lässt sie das Ensemble der Bögen im Inneren, einige einfachere Gemälde, Wappen aus dem 15. Jahrhundert, eine Inschrift von 1321 – es ist die älteste der Basilika – und den Epitaph von Catalina Rodríguez erkennen.
3- Das Westportal wird durch den Nartex eingerahmt und ist eines der besten Beispiele für die Bildhauerkunst des 12. Jahrhunderts. Es besteht aus 10 Aposteldarstellungen in naturgetreuer Größe. Auf jeder Seite sind 5 Apostel dargestellt, von denen immer 2 miteinander reden und die Figur umgeben, die auf dem Mittelpfeiler angebracht ist. Über den Türnischen gibt es zwei Halbkreise, wo das Gleichnis von Lazarus und dem reichen Prasser dargestellt ist.
Die abgestuften Archivolten schmücken das Ganze mit verschiedenen Blumenmotiven, Vögeln, Greifen, Löwen und verschiedenen Menschengesichtern. Darüber läuft ein Kranzgesims mit kleinen Bögen, das viele Menschenfiguren zeigt, die nach oben schauen und die Auferstandenen repräsentieren, die sich zum Endgericht erheben.
4- Capilla de los Palomeques: auch Sonnenkapelle genannt, ist die “Zwillingskapelle” der Capilla de los Orejones.
5- Triforium: Über den Seitenschiffen befinden sich die zwei kleinen Triforien, deren Doppelfenster sich in Richtung des Mittelschiffes öffnen. Von ihnen gelangt man in die Türme.
6- Säulengang: Auf der Südseite der Basilika gelegen beherbergte er den Teil eines alten Friedhofes, von dem einige Grabsteine in der Nähe Strebebögen sowie zwei Grabmäler erhalten sind: eines am Fuße des Südturms ohne Inschrift und das andere im Querschiff der Familie Muñoz y Salazar eingefügt, mit dem Familienwappen und umgeben von isabellinischen Perlen. Der Porticus ist von den Säulengängen Segovias beeinflusst und besteht aus granitenen Rundbögen. Das Errichtungsdatum ist umstritten und variiert zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert.
7- Südportal: auch Verkündigungspforte genannt: Es besitzt zwei Skulpturengruppen von großer Schönheit.Auf der linken Seite sieht man die Verkündigung des Engels an Maria (Ende 12. Jhdt.) und rechts sieht man drei Personen, die man nicht zuordnen kann.Im Anschluss an die Verkündigungsgruppe sieht man einen sitzenden König (ebenfalls Ende des 12. Jhdts.). Weiter außen sieht man eine Frau und einen Mann, etwas gröber gearbeitet, wahrscheinlich aus dem ersten Drittel des 12. Jahrhunderts. Nach Gómez Moreno könnte es sich bei diesem Paar um San Vicente und einer seiner zwei Schwestern handeln. Die zweite Schwester fehlt und stand vielleicht ursprünglich etwas weiter außen. Ihre Spur hätten dann die Restaurierungsarbeiten im vergangenen Jahrhundert ausgelöscht.
Zu erwähnen wären weiterhin die 4 Kapitelle, zwei auf jeder Seite, mit Tiermotiven.
8- La Virgen blanca: Wenn man die Treppe zur Südpforte hinabgeht, sieht man auf der linken Säule und unter einem Baldachin eine kleine Figur aus polychromen Stein: Das Jesuskind streichelt das Kinn seiner Mutter und diese lächelt es an. Die Darstellung ist außergewöhnlich wegen der Kleidung von beiden: Es handelt sich um die Kleidung des Hofs der Katholischen Könige, auffallend ist der Umhang im Mudejarstil der Gottesmutter und die Verzierung mit den Wappen von Kastilien und Leon auf dem Umhang des Kindes.
9- Grabmahl des Juden: auf der Wand des südlichen Querschiffes findet man eine Inschrift in gotischer Schrift und eine andere, die “Grab des Juden” sagt. Die Überlieferung sagt, dass der Jude, der die Kirche nach seiner Bekehrung gebaut hat, dort später bestattet wurde.
10-Flachrelief der drei Martyrer: im hinteren Bereich des südlichen Querschiffes gibt es drei polychrome Reliefs aus dem 15. Jhdt., die die drei Martyrer und Geschwister darstellen. Studien bei der Restauration haben ergeben, dass diese Reliefs über Reliefs mit den gleichen Motiven aus dem 12.-13. Jhdt. errichtet wurden, wie man an den Farbabtragungen sehen kann, die bei jedem Relief am linken Knie vorgenommen wurden.
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11- Grab des San Pedro del Barco: In Barco de Ávila im 12. Jahrhundert geboren, verbrachte San Pedro ein Eremitendasein, das dem Gebet und dem Ackerbau gewidmet war. Nach seinem Tod stritten sich mehrere Orte um seine Bestattung. Man beschloss, den Leichnam auf die Schultern eines Maultieres, das die Augen verbunden hatte, zu legen. Dort, wo es anhalten würde, sollte er begraben werden. Das Maultier ging in die Basilika und hinterließ eine Fußspur in der Basilika, die man heute noch auf dem Boden vor dem Grab sehen kann, wie es die Tradition berichtet.
Das Grabmahl stammt aus dem Jahr 1610. Mit korinthischen Säulen, Kranzgesims und Aufbau versehen bildet es den Altar, über dem ein Bild den heiligen Eremiten zeigt.
12- Grab der Martyrer: im Querschiff unter dem Gurtbogen und leicht ins Mittelschiff hineinragend befindet sich der Sarkophag der Martyrer.
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13- Kuppelgewölbe: in ausgeprägtem gotischen Stil erhebt sich das Kuppelgewölbe an der Schnittstelle zwischen dem Haupt-und dem Querschiff. Es stammt aus der Regierungszeit von Fernando III oder Alfonso X, zwischen 1250 und 1280.
Es ist sicherlich von der Bernabeuskapelle der Kathedrale beeinflusst. Der Übergang von einem viereckigen zu einem achteckigen Grundriss von großer Schönheit wird durch ein SystemTrompen erzielt.
Hervorzuheben ist die Kreuzigungsgruppe, die zwar gotische Einflüsse zeigt, wohl aber aus dem 16. Jahrhundert stammt. Sie ist durch die Höhe, in der es sich befindet, nur schlecht zu sehen.
14- Presbyterium: die Einheit von Presbyterium und den zwei Seitenkapellen weist eine typisch romanische Struktur auf und endet in einer halbkreisförmigen Apsis mit ausgeweiteten Nischen. Die unterschiedlichen Umbauten ließen die romanischen Reste praktisch verschwinden.
Im Zentrum des Presbyteriums steht der barocke Altar mit der Darstellung der drei Martyrer.
Die Seitenkapellen sind dem Hl. Antonius von Padua (links) und dem Hl. Franz von Paula (rechts) geweiht.
15- Krypta: Unter den Apsiden befinden sich drei Kapellen, von wo man den Felsen sieht, auf dem die Basilika ruht und den Spalt, aus dem die Schlange herauskam, die den Juden sich bekehren liess.
Die mittlere Kapelle unter dem Presbyterium zeigt Maria, dieVirgen de la Soterraña, Patronin von Ávila. In der Südkapelle befindet sich ein Jesus, der an eine Säule gefesselt ist.
16- Romanisches Gitter: Es handelt sich um eine der schönsten Schmiedearbeiten der spanischen Romanik, zusammen mit den Schmiedearbeiten von León, Segovia und Palencia.
17- Nordeingang: etwas unscheinbarer als die anderen, künstlerisch weniger interessant.
18- Sakristei: 1477 wird auf der Nordseite die Sakristei angebaut. Mit ihrem Kreuzgewölbe bildet sie –im Verhältnis zum Gesamtgebäude- einen Raum von außergewöhnlicher Ausdehnung.

